NOBODY KNOWS YOU ARE A DOG
Eine Frau trägt eine dunkle Binde über den Augen.
Ist sie blind?
Wurde sie getäuscht?
Oder hat sie sich entschieden, nicht hinzusehen?
Um sie herum verschmelzen Natur, Architektur, Mensch und Technologie. Magnolien blühen in einer Welt, in der die Grenze zwischen Realität und künstlicher Wirklichkeit immer undeutlicher wird.
Der Titel greift den berühmten Satz auf:
„On the Internet, nobody knows you’re a dog.“
1993 war er ein Witz über die Anonymität des Internets.
Heute klingt er anders.
KI erschafft Gesichter von Menschen, die nie existiert haben. Bots kommunizieren mit uns. Digitale Identitäten ersetzen zunehmend das persönliche Gegenüber.
Was ist noch echt – und woran erkennen wir Wahrheit?
Die Magnolien bilden den Gegenpol. Die Natur braucht keinen Algorithmus, um zu wachsen. Keine digitale Identität, um zu existieren. Keine Bestätigung, um real zu sein.
Dieses Werk richtet sich nicht gegen Technologie.
Es richtet den Blick auf uns.
Haben wir die Technologie noch in der Hand – oder beginnt sie bereits zu bestimmen, wie wir die Welt wahrnehmen?
Es geht darum, die Augen zu öffnen.
Zu hinterfragen.
Zu erkennen.
Und selbst zu entscheiden.
Denn die entscheidende Frage ist für mich längst nicht mehr:
Was wird Technologie eines Tages können?
Sondern:
Wie viel Mensch wollen wir bleiben – und wer darf darüber entscheiden?
Dieses Werk hat seinen Platz gefunden und befindet sich bereits in privatem Besitz.